MATERIALINFORMATIONEN
Hinweis:
Bei Naturmaterialien und „von Hand“ hergestellten Produkten ist jedes Stück sozusagen ein Einzelstück und es gleicht nicht eins dem anderen. Die bei diesen Produkten angewandten Techniken bringen in der Regel immer Unikate hervor und auch die verwendeten Materialien können z.B. in der Maserung und Farbgebung variieren. Die Bilder sind beispielhaft, einzelne Produkte können ggf. etwas von den dargestellten Bildern abweichen, dies stellt keinen Grund zur Reklamation dar, sondern zeigt die Individualität und Einzigartigkeit der einzelnen Schmuckstücke und Materialien.
Organische Materialien
Basiswissen:
Unser Schmuck aus Holz, Knochen, Horn, Kokosnuss, Bambus, etc. wird in Handarbeit hergestellt. Diese hoch- wertigen Produkte zeichnen sich besonders durch ihre Atmungsaktivität aus, d.h. dass diese natürlichen Werkstoffe nur soviel Luftfeuchtigkeit aufnehmen, wie es der Sättigungsgrad der jeweiligen Umgebung zulässt. Überschüssige Feuchtigkeit wird nicht absorbiert, sondern wieder abgegeben. Somit bleiben Schmuck und Stichkanal trocken und es treten auch keine Geruchsbelästigungen auf, wie es bei anderen Materialien temporär zu beobachten ist. Die körpereigenen Fette dienen dem Naturschmuck als Schutz vor externer Sonneneinwirkung bzw. längerem Kontakt mit Wasser. Dieser Schutz wird zusätzlich durch unsere Hochglanzpolierung unterstützt. Schmuck aus organischen Materialien zeichnet sich also durch die Eigenschaften der Materialien, Tragekomfort, Optik bzw. Haptik, und durch seine “Natürlichkeit“ aus.
Lagerung:
Um den hohen Tragekomfort zu erhalten sollten Schmuckstücke aus diesen Materialien relativ kühl und trocken gelagert werden, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht getragen werden. Auf keinen Fall sollten diese Schmuckstücke in die pralle Sonne oder auf die Heizung gelegt werden, da es hierbei zu einer zu schnellen Austrocknung bzw. Entfettung kommen kann und der Schmuck daraufhin Risse bekommen, oder sich verformen könnte.
Pflege:
"Naturschmuck“ kann durch gelegentliches Einölen gepflegt werden. Beim Tragen können Rückstände durch körpereigene Stoffe am Schmuck haften bleiben, die einfach durch Abwischen mit einem trockenen Tuch entfernt werden können.
Tipp:
Wenn der Schmuck das erste Mal in den abgeheilten Stichkanal eingesetzt wurde, reagiert dieser mit einem leichten Ansaugen an das Material (Dauer: ca. 4-7 Tage). Diese Phase ist notwendig, damit sich der Schmuck seiner Umgebung anpassen kann (z.B. Temparatur, Feuchtigkeitsgrad, etc.). Diese "Eintragezeit" lässt sich durch das Einreiben mit Speiseöl (ca. 1 Stunde einziehen lassen, danach mit einem trockenen Tuch abwischen und das Schmuckstück einsetzen) verkürzen.
HORN
Unser Hornschmuck wird aus Wasserbüffelhorn hergestellt, ist atmungsaktiv, angenehm zu tragen und leicht zu pflegen. Wasserbüffelhorn ist ein Nebenprodukt der Viehhaltung, und wird schon seit Jahrhunderten wegen seiner guten Eigenschaften als Material für Schmuckstücke, Gebrauchsgegenstände, etc. verwendet. Es lässt sich gut polieren, ist geruchsneutral und bei guter Pflege sehr lange schön und haltbar. Weiterhin kann Horn Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben und trägt sich daher sehr angenehm.
KNOCHEN
Beim Schmuck aus Knochen wird zumeist Kuh- oder Wasserbüffelknochen verwendet. Die Eigenschaften sind denen von Horn sehr ähnlich. Auch Knochen ist ein Nebenprodukt der Viehhaltung. Es wird sicher keine Kuh für Ihre Knochen Ihr Leben lassen müssen.
HOLZ
Unser Schmuck aus Holz wird aus unterschiedlichen Holzsorten gefertigt – generell ist es uns wichtig darauf zu achten, keine gefährdeten Holzarten zu verwenden. Beim Holzschmuck werden hauptsächlich sehr kleine Stücke verarbeitet (Abschnitte), die beim Zuschnitt anfallen. Es wird also auch hierbei kein Baum für einen Ohrring gefällt. Holzschmuck ist atmungsaktiv, geruchsneutral (ähnlich wie Horn- oder Knochenschmuck) und trägt sich sehr angenehm, da Holz Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben kann.
KOKOSNUSS
Der Schmuck aus diesem Material wird aus der Schale der Kokosnuss hergestellt. Nicht zu verwechseln mit dem Schmuck aus dem Holz der Kokosnusspalme, die Eigenschaften sind aber mit denen von Holz vergleichbar.
Metalle und Legierungen
SILBER
Unser Silberschmuck wird ausschließlich aus 925er Sterling Silber hergestellt und ist dadurch sehr hochwertig und von guter Qualität. Auch bei den Schmuckstücken die nicht massiv aus Silber, sondern mit Silber eingefasst sind, wird 925er Sterling Silber verwendet. Das sogenannte „Anlaufen“ ist ein normaler Prozess und stellt keinen Mangel dar. Mit einem Silberputztuch (oder Baumwolltuch) ist Silberschmuck jederzeit wieder auf Hochglanz polierbar.
CHIRURGENSTAHL
Wir benutzen ausschließlich 316L und 316LVM-Chirurgenstahl für unseren Stahl-Schmuck. Die Nickelabsonderungen liegen hierbei unter 0,01 % MG/CM2/Woche, somit werden die anerkannten Kriterien der EU-Nickel-Direktive erfüllt. Unser Schmuck aus Chirurgenstahl ist daher unbedenklich als Zweiteinsatz zu verwenden (LMBG7.Verordnung). Auf dem Markt kursieren rostfreie „Billiglabel“, die im Preis erheblich günstiger zu bekommen sind. Diese „Billigstähle“ können bei nickelsensitiven Personen allergische Reaktionen hervorrufen und erfüllen nicht die Kriterien der Nickeldirektive - daher sollten sie (bei der Verwendung als Piercingschmuck) gemieden werden.
TITAN
Titan ist ein Metall, das durch seine Legierung (Ti6AL4V Eli) eine bemerkenswerte Langlebigkeit und Körper- akzeptanz aufweist. Es wird wegen seiner Biokompatibilität erfolgreich als Implantatmaterial im medizinischen Bereich verwendet und bietet sich auch dadurch als Piercingschmuck für den Ersteinsatz an. Titan ist eine nickelfreie Legierung und birgt damit ein ausgesprochen geringes Allergiepotential. Weiterhin wurde festgestellt, daß Titanpartikel nicht toxisch, also nicht gesundheitsschädigend sind. Titan ist um die Hälfte leichter als Chirurgenstahl und daher an einigen Stellen des Körpers angenehmer zu tragen. Die Art und Weise, in der Titan bearbeitet wird, garantiert eine hochpolierte Oberfläche des Materials.
WEISSMETALL
Weissmetall findet hauptsächlich im Bereich des Modeschmucks Verwendung. Dieses Metall ist günstig, kann aber Nickel enthalten und absondern. Daher ist Modeschmuck aus Weissmetall nicht für dauerhaftes Tragen ausgelegt und sollte vor Feuchtigkeit geschützt werden, um Verfärbungen zu vermeiden. Für unempfindliche Personen ist das gelegentliche Tragen unbedenklich; Menschen die hierbei zu allergischen Reaktionen neigen, ist allerdings davon abzuraten.
Kunststoffe
PMFK
PMFK ist ein Hightech-Kunststoff der Extraklasse. Es besticht nicht nur durch seine hohe Elastizität und Wärmefestigkeit - es ist auch in Farb- und Formgebung eines der variantenreichsten Produkte, welches die hochspezialisierte Branche z.Zt. an Neuentwicklungen hervorgebracht hat. Die weiterentwickelte Technik hat es ermöglicht, transparente Farben herzustellen, die unter Verwendung unbedenklicher Farbmittel und auf Grund der spezifischen Eigenschaften des Materials den besonderen Anforderungen im Körpereinsatz gerecht werden (die Farbelemente sind fest im Material gebunden und nicht herauslösbar / migrationsecht). Dies ist bei herkömmlichen Kunststoffen der älteren Generation nicht immer möglich, da diese Materialien zur Einfärbung zumeist mit Farbkörpern und Schleppträgern (z.B. Pigmente und Waschbenzin) und/oder Haftvermittlern versetzt werden. Diese Farbmittel sind meist nicht im Polymer gelöst, sondern nur dispergiert und somit besteht die Möglichkeit, dass diese Substanzen migrieren (nachweisbar heraustreten), was sie für den professionellen Körpereinsatz denkbar ungeeignet macht. Alle PMFK-Spezialeinfärbungen und Transparentfarben sind hingegen völlig migrationsecht und dadurch unbedenklich im Körperkontaktgebrauch. Diese Voraussetzungen führen dazu, dass mit dem PMFK-Material Körperschmuck hergestellt werden kann, der durch seine Elastizität und sein geringes Gewicht bestmögliche Eigenschaften im und am Körper entwickelt. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, durch einfaches Aufschrauben der entsprechenden Kugeln selbstständig Gewinde in das Material zu schneiden. Zusätzlich können Stäbe aus PMFK problemlos gekürzt werden, um somit dem Kunden eine individuelle Anpassung seines perönlichen Piercings anzubieten.
PTFE
PTFE (Polytetrafluorethylen) hat eine äußerst gleitfähige und glatte Oberfläche, wo fast keine Fremdsubstanzen, wie z.B. Wundsekrete haften bleiben können. Weiterhin ist PTFE bei Temperaturen von 200 bis 260 Grad Celsius verwendbar. Lässt sich somit also sterilisieren und ist für den Ersteinsatz zugelassen.
PMMA
PMMA (UV) war einer der ersten Kunststoffe des 20. Jahrhunderts, der erfolgreich als Glasersatz für Windschutzscheiben in Flugzeugen und im Automobilbau eingesetzt worden ist. PMMA ist auch bekannt unter dem Namen Plexiglas. Eine regelmäßige Reinigung wird empfohlen, da die Oberfläche mikroskopisch porös sein kann.
PU
PU (Polyurethan) ist eine hochwertige und flexible Beschichtung, die eine besonders hohe Dichte erreicht. Sie wird als atmungsaktive, Wind- und wasserdichte Schicht direkt auf den Oberstoff laminiert. Laut der gesetzlichen Textilkennzeichnung ist Polyurethan die Bezeichnung für Fasern aus linearen Makromolekülen, deren Kette eine Wiederkehr der funktionellen Urethangruppen aufweist.